Nana-Lehrgang März 2009
Geschrieben von Lisa Frevel   
Donnerstag, 9. April 2009

Das war der Lehrgang bei Nana

 

Freitag: Die Ruhe vor dem Sturm 

Es war Freitagmittag. Wir waren verabredet. Um 19 Uhr wollten wir beiSchölli mit den Kursteilnehmern und Nana eine Vorbesprechung machen, um zuklären, was sich jeder von dem Kurs erhoffte und um einen Zeitplanaufzustellen.

 

 

 

 

 

Leider hatten wir jedoch von Nana länger nichtsmehrgehört und beschlossen, sie anzurufen und zu fragen, wo sie sichgeradebefindet. Aber Nana telefonierte. Wir mutmaßten schon, ihr Auto seischonwieder mitten auf den Autobahn liegen geblieben (was schon des Öfteren vorgekommenist, denn dieses Auto hat anscheinend beschlossen, immer auf dem Weg insSiegerland den Geist aufzugeben). Also versuchten wir es abends noch einmal beiNana. Es war gegen 18 Uhr. Wir hatten inzwischen gehört, dass auf es auf derStrecke einen Stau gegeben hatte. Und tatsächlich war Nanas Autokaputt. Nur zumGlück ist es nicht auf der Autobahn kaputt gegangen, sondern schon vorher. Nanahatte sich kurzerhand einen Mietwagen geliehen und war nun bei Dortmund auf derA45. Also verschoben wir den Termin mit den Kursteilnehmern auf 20 Uhr, dennder Stau hatte ein wenig Zeit gekostet.

Pünktlich dann um 20 Uhr gesellten sich alle zuScholli in das vom Ofen auf ca. 100°C geheizte, aber durchaus gemütliche Wohnzimmer.Wir waren gefühlte 1000 Leute und Nana bekam immer größere Augen. Wie sollteman diese ganzen Teilnehmer bloß alle im Zeitplan unterbringen? Egal, zu ersteinmal Vorstellungsrunde und den neusten Klatsch und Tratsch aus derBeienbacher und Siegerländer Islandpferdeszene austauschen. So verging die Zeitund um ungefähr 22.30 Uhr begaben sich Nana, Katja, Schölli, Anna und Lisa anden mehr als komplizierten Zeitplan... und brauchten erst einmal einen Sekt. Beistolzen 16 Teilnehmer war dies kein leichtes Unterfangen, es sollten ja schließlichalle auf ihre Kosten kommen. Um 1 Uhr in der Früh stand er dann: derWunderzeitplan. Und alle gingen glücklich und zufrieden ins Bett... alle, bisauf Anna...

 

Samstag: Der Schock am frühen Morgen

 ...Anna ging nicht ins Bett, sondern machte den Zeitplanneu. Wieso das denn? Einige Kursteilnehmer wurden von uns schlicht undeinfachfalsch eingeteilt und so mussten wir alles noch einmal über den Haufenwerfen.Pünktlich eine Viertelstunde vor Kursbeginn erfuhr auch Nana davon. Aber diesesWochenende lief ja sowieso schon unter dem Motto: Wir machen allesmöglich! Alsofrisch und fröhlich ans Werk! So verlief der Samstag Vormittag doch tatsächlichnach Plan (dem neuen) und wir waren sehr pünktlich beim Mittagessen (was ansich schon ein Wunder ist). Gegen das schlechte Wetterallerdings konnte keineMenschenhand etwas ausrichten und der eigens für solche Zwecke komponierteSonnentanz, den wir in regelmäßigen Abständen aufführten, machte den See vonPfütze auf der Ovalbahn auch nicht kleiner. Nun gut, wir sind ja nicht ausZucker.

Also gab es erst mal eine Stärkung bei Schölli. Fast allehatten sich eingefunden, um eine leckere Gulasch- und eine Gemüsesuppe zu verzehren.In dieser Mittagspause zog draußen ein Wetter an uns vorbei! Von eitelSonnenschein bis Hagel in Riesenkörnern. Na hoffentlich bessert sich das Wetteram Nachmittag, dachten alle.

Und los ging’s: alle wieder auf die Pferde. Der Sonnentanzschien zudem erste Wirkungen zu zeigen. Wie gesagt: Wir machen allesmöglich!Und schon sah man die ersten Veränderungen bei Mensch und Tier: Die Menschenwurde immer röter im Gesicht vor lauter Treiben und die Pferde liefen immerzufriedener und schöner. Was man nicht alles für sein Pferd tut... Mit einerkleinen Verspätung endete dann der Samstag. Geschafft, der erste anstrengende Tagwar soweit rum und alles hatte geklappt.

Abends fanden sich alle zu einem netten Ründchen bei Schölliein. Aber wir wurden nicht alt. Alle waren fix und alle vom reiten, vom sonnentanzen,vom kochen, vom zuschauen,... Und so endete die lustige Gesellschaftschon rechtfrüh.

 

Sonntag: Mehr Sonnentanz!

 

Wir hatten gutes Wetter bestellt. Fast wäre es auch nochpünktlich da gewesen. Leider blieb es auf den letzten Metern in der Poststeckenund sollte frühestens am Nachmittag eintreffen. Wenigstens war es soweittrocken und bis auf Alex und Andreas hat keiner einen ordentlichen Regengussabbekommen. Alle Zeit die wir am Samstag herausgeholt hatten, verbrauchten wiram Sonntag. So begann die Mittagspause erst gegen 14.30 Uhr. Allerdings war jaauch Zeitumstellung gewesen und Lisa und Anna, die am Samstag noch alle großermahnt hatten, ja die Zeitumstellung nicht zu vergessen, verschliefen... Nungut, dass alles möglich war an diesem Wochenende, muss nicht extra erwähntwerden. Das Grinsen der Reiter wurde auch an diesem Vormittag proportional zuihrer Gesichtsröte immer intensiver.

Nach einem stärkenden Mahl mit Nudeln und Bolognesesoßebei Schölli ging es daran, den Zeitplan für den Nachmittag noch einmal zuüberdenken. Denn vor 16.30 Uhr kam niemand mehr aufs Pferd. Kein Problem! Eswurde beschlossen, dass alle noch einmal kurz einzeln genau das vertiefen,woran sie schon das ganze Wochenende gearbeitet hatten oder woran sie nocheinmal intensiv arbeiten wollten.

Am späten Nachmittag kamen dann also immer mehrere Reitergleichzeitig in die Bahn. Jeder bekam einzeln Unterricht, während die anderenschon mal warmritten und übten, was sie am Wochenende gelernt hatten. Und soflogen die Hufe! Man sah Pálina mit Lea im schnellen Pass um die Bahnfegen,Corinna auf Kjarni locker flockig tölten, Anna lässig auf Orri, einen Vinur,der nicht mehr mit Alex kleine Kämpfchen austrug, eine wunderschöne JonamitBritta, eine Frida im tollsten Schenkelweichen der Welt mit Svenja, Katja miteiner Fluga, die ihre ganze Eleganz strahlen ließ, Verena grinsend auf Leiri,Nina mit Fáni, der unser aller Herz erobert hat. Nur Dany und Natascha sah mannicht, die bekamen nämlich Unterricht im Gelände. Kein Problem, da ist es jasowieso viel schöner!

So nahm ein ereignisreiches Wochenende ein glücklichesund erschöpftes Ende.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 11. April 2009 )
 
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